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Quelle: Fernsehen

Am Samstagabend habe ich Lasagne gemacht. Das ist wichtig zu wissen, weil es sich dabei ja bekannter Weise um eines dieser Gerichte handelt, das man nach dem Erstellen noch stundenlang in den Backofen schieben muss. Wenn man so ist, wie ich es bin, nutzt man die damit entstehende Zwischenzeit zum Fernsehen. Wenn man so ist, wie das deutsche Fernsehen, bietet man zur samstäglichen Voressenszeit die Auswahl zwischen dem Bergdoktor, Galileo und K11, was mich in die Arme von Explosiv trieb.

Eine, vorweggenommen, überraschend gute Wahl war. Schließlich hätte ich sonst nie erfahren, wie unfassbar preisgünstig das Fernsehmachen heute ist. Einfach mit einer schlecht auflösenden Kamera noch schlechter aufgelöste Youtube-Knaller abfilmen, sich noch schnell ein paar unterschiedliche Namen für die Quellenangabe „dieses Internet“ ausdenken und fertig ist das Vorabendprogramm.

Als kleines Service-Blog habe ich Ihnen eine Auswahl der Clips, leider nur ist statischer Form, zusammengestellt. Faszinierend, oder?

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Am allerbesten hat mir dann aber doch der Hinweis gefallen, dass RTL dafür sorgt, dass alle Videos auch wieder dorthin zurückgebracht werden, wo sie hergekommen sind:

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Sehen Sie also hier die komplette Sendung, in der aus dem Netz kopierte Vidos im Fernsehen liefen, nun online. Nachdem ich das Ganze jetzt auch noch abfotografiert und hier wiederum veröffentlicht habe, würde ich mich sehr freuen, wenn irgendein Print-Kollege dafür sorgen könnte, dass es noch ausgedruckt wird. Dann müsste nur noch jemand so freundlich sein, das dann im Radio zu erwähnen, und zum Schluss RTL den Pförtner interviewen, der den Radiomann überhaupt ins Gebäude ließ.

Das wäre dann mal vorbildlich crossmedial: Quelle: Fernsehen: Radio: Zeitung: Blog: Internet: Fernsehen: Internet. Morgen auch komplett auf rtlnow.de

Screenshot: Internet/rtlnow.de

1 Kommentar

  1. Ich würde mal gerne die Zeit stoppen, wie lange es dauert, bis man ein Anwaltsschreiben im Briefkasten hat, würde man lang und breit aus einer beliebigen Zeitung abschreiben und als Quelle angeben: „Quelle: Print“

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